Muri Gries - Bozen -  Sept 2025

Das Kloster liegt am Stadtrand und doch ziemlich in der Innenstadt. Die Parkplatzsuche vor dem Kloster ist allerdings nicht ganz einfach. Auf der Suche nach dem Weingut landen wir beim Pförtner des Klosters, der uns dann auch gleich den Weg weist. Der Verkostungsraum liegt versteckt hinter einem Nebeneingang und ist ein einfacher kleiner Raum mit Kühlschränken und Theke. Simple, not fancy. 

Ein junger Angestellter empfängt uns und führt uns souverän parallel mit einigen weiteren Paaren durch die Verkostung. Das der Raum winzig ist, entpuppt sich als Vorteil. Wir kommen automatisch mit allen ins Gespräch - eine kurzweilige Verkostung.

 

Weißburgunder, Südtirol DOC, Terlan, 2022 (12€).
Der einfache WB holt uns geschmacklich nicht so richtig ab. 8,0.

Weißburgunder, Südtirol DOC, Terlan, Riserva, 2022 (25€).
Die Riserva ist leider sehr verschlossen. Dahinter versteckt ist ein dichter und gut strukturierter WB. Der Wein muss aber noch mind. ein Jahr liegen. 8,2.

Chardonnay, Südtirol DOC, 2022 (11€).
Ein einfacher, süffiger Chardonnay der uns in Summe - auch für den Preis - zu dezent in seiner Aromenstruktur ist. 8,2.

Wir probieren als nächstes den Rosé aus der Lagrein Rebe:

Lagrein Kretzer, Rosé, 2024 (12€).
Ein ungewöhnlich würziger Rosé. Hier haben wir mal wieder einen Rosé für Rotweintrinker. Schon die Farbe fällt auf. Klares, kräftiges und helles Kirschrot. Enorme Würze gepaart mit schöner Frucht (Kirsche, Jo-Beere). Toller Sommerwein. 9,3.

St. Magdalener, Klassisch, 2024 (9€).
Der St Magdalener ist ein leichter, frischer und fruchtiger Rotwein, der für uns in dieser Form nicht so ganz auf unserer Wellenlänge liegt. 8,5.

Jetzt geht’s endlich zum Lagrein. Wir werden aufgeklärt, dass Bozen Lagrein Land ist. Wegen der Kessellage und der damit verbundenen Wärme in Kombination mit den Böden ist Bozen prädestiniert für Lagrein. Es wird mit aller Deutlichkeit darauf hingewiesen, dass das auf Meran nicht zu trifft. Der Stolz über die Lagrein Rebe und ihr Potential in Bozen ist nicht zu übersehen. Auf jeden Fall gilt Bozen und insbesondere die Lagen um Gries als die Geburtsstätte des Lagreins.


Lagrein, Südtirol DOC, 2024 (12,2€)
Der Einstiegslagrein ist ein einfacher und süffiger Wein, den man gut als Nachmittagswein auf der Sommerterrasse genießen kann. Für uns fehlt hier noch die gewünschte Ausdruckskraft. 8,5.

Lagrein, Südtirol DOC, Riserva, 2022 (30€)
Im Vergleich zum 2020er den wir gestern Abend im Hotel genießen durften ist der 22er noch deutlich verschlossener. Alle Geschmacksnoten sind angelegt und dezent im Hintergrund vorhanden: Schokolade, Tabak, Frucht, Kompott. Der Wein muss mind. noch 1, besser 2 Jahre im Keller liegen. 9,4.

Zum Abschluss haben wir die Ehre das Prunkstück der Abtei probieren zu dürfen: 

Lagrein, Riserva, Weingarten Klosteranger, 2021 (67€)
Die Lage Klosteranger befindet sich direkt hinter dem Kloster innerhalb der Klostermauern der Stadt. Wir sind maximal geflasht. Die Kombination aus Lage und ein Jahr mehr Reife machen den Wein zu einem Paradeexemplar an Saftigkeit, welche die typischen Lagrein Noten Schokolade, Tabak und dunklen Beerenkompott perfekt verbindet. Großartig!! 9,8.

In Summe bleibt zu sagen, dass der Lagrein Riserva der beste Wein aus dem Sortiment ist. Nur noch übertroffen durch den Einzellagen Lagrein des Klostergaten. Muri Gries spielt sein Lagrein Potenzial voll aus, auch beim Rosé.

In Summe bleibt zu sagen, dass der Lagrein Riserva der beste Wein aus dem Sortiment ist. Nur noch übertroffen durch den Einzellagen Lagrein des Klostergarten. Muri Gries spielt sein Lagrein Potenzial voll aus, auch beim Rosé.

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