Manincor - Strada del Vino - Sept 2025
Wir berichten von unserem perfekten Lunch und den tollen Manincor Weinen (Rosé und Cassiano) und erfahren, dass der Gasthof Panholzer auf dem Gelände von Manincor
steht - umgeben von den hauseigenen Weinbergen. Unser Besuch ist unangemeldet und spontan. Man freut sich bei Manincor und erzählt uns sogleich Details zu den Lagen und dem Gutshof Panholzer. Aus
der Idee nur die beiden Mittagsweine einzukaufen, wird spontan eine ausgewachsene Weinprobe.
La Contessa, 2024 (19€)
Die Cuveé aus WB, Chardonnay und Sauvignon liegt mit hellem strohgelb im Glas. Äpfeln, Aprikosen und Salbei prägen das Geschmacksbild. Der Wein ist dicht, wunderbar schmelzig und lang. Bester
Trinkzeitraum 2026-29. 9,4.
Lieben Aich, 2023 (59€)
Die Sauvignon Blanc Reben wachsen in der Lage Lieben Aich in Terlan. Wie haben einen grandios saftigen und untypisch dezent blumigen Sauv Blanc im Glas. Der Wein ist geprägt durch Mango, Kräutern
und eine dezenten Mineralik. Tatsächlich ein herausragender S.B. Der Preis ist allerdings schmerzhaft. 9,4.
La Rose de Manincor, 2024 (20€)
Die 2024er Cuveé besteht aus dem Saftabzug von Cabernet Franc, Merlot, Blauburgunder, Tempranillo, Syrah & Petit Verdot. Wenn man so will, eine französisch, spanische Cuveé geboren in
Südtirol. Der Abzug vergärt und reift in Holzfässern. Das Ergebnis ist ein lachsroter Rosé mit intensiver Nase nach Himbeeren und Kirschen. Der Wein ist extrem saftig und cremig mit mineralisch-
fruchtigem Nachhall. Wieder mal ein Rosé für Rotweintrinker, ganz nach unserem Geschmack. 9,6.
“der Keil“, 2023 (18€)
Ein Vernatsch aus den Lagen Kalterer See. Sicherlich gehört der Vernatsch zu den Paradereben der Region und von Manincor.
Helles Rubinrot. Kirschen und geröstete Mandeln, saftig. Als „einfacher“ Schlabberwein geeignet, für uns eher nicht. Wir werden mit der Rebe allerdings nicht warm. 8,0.
Mason di Mason, 2022 (77€)
Was für ein fulminanter Blauburgunder (Pinot Noir). Die Reben wachsen auf sandigem Lehm durchzogen von Dolomit, Porphyr, Gneiss und Granit. Der Ausbau erfolgt in Holzbottichen und anschließend 12
Monate im Barrique. Das Ergebnis ist ein Aromenfeuerwerk, dass nichts mit einem typischen Spätburgunder gemeinsam hat. Es dominieren würzige Noten. Das Ganze beginnt mit einer Geschmacksexplosion
in der Nase und setzt sich mit enormer Ausdruckskraft am Gaumen fort. Kräftiges Rubinrot im Glas. Saftig und sehr feinkörnig kommen die würzigen Aromen an den Geschmacksknospen an. Wacholder,
Pfeffer, balsamische Noten, Sandelholz. Erst dann kommen dezent die Waldbeeren Aromen hinterher. Aus der Parzelle werden nur etwa 3500 Pullen erzeugt! Eine echte Rarität!
9,8.
il Conte, 2023 (19€)
Cuveé aus Merlot, Lagrein und Cab Sauv. Die Reben wachsen auf den wärmsten Lagen auf Lehm und Gletscherablagerungen. Chargenweiser Ausbau in Holz, Stahl und Beton mit anschließender 12Mo Reifung
in Holzfässern unterschiedlicher Größe. Das Ergebnis ist ein dezent fruchtiger Wein mit Aromen nach Lakritze und Pfeffer. Am Gaumen dicht, gut strukturiert mit feinem dezentem Tannin. Ein top
Wein zu einem top Preis. 9,7.
Rubatsch, 2022 (34€).
Der Lagrein kommt mit dunkelbeeriger Fruchtnase (Pflaume, schwarze Kirsche), Bitterschokolade, Lakritz. Samtig weich im Mund. Sicherlich einer der besseren Lagrein. Aber auch dieses Exemplar ist
als reiner Lagrein für uns zu wenig kraftvoll. 9,2.
Wir schließen unsere Verkostung mit dem Paradewein von Manincor, dem Cassiano.
Cassiano, 2022 (34€).
Die Cuveé aus Merlot 39 %, Cabernet Franc 33 %, Tempranillo 8 %, Petit Verdot 8 %, Cabernet Sauvignon 7 % & Syrah 5 % gedeiht auf sandigem Lehm durchzogen mit Schotter und Gletschergestein.
Leuchtendes Kirschrot. Kirschkompott, Lakritze und Wildkräuter, gepaart mit einer weichen Gerbstoffstruktur prägen diesen Wein. Er ist superelegant, weich und hat diese grandiose kräftige
Kräuterwürze ! 9,9.
Und wenn man denkt die Probe ist beendet kommt da noch eine Zugabe um die Ecke:
Castel Campan, 2022 (77€)
Die Cuveé aus Merlot und Can Franc hat uns förmlich aus den Socken. Der Cassiano war schon üppig. Der Campan ist noch mal spürbar intensiver sowohl in der Nase als auch am Gaumen. Er bietet ein
irres Spektrum an Beerenkompott, Gewürzen, Leder und Tabak. Ein wahnsinniger Wein. 10,0.
Und wenn man denkt die Probe ist beendet kommt da noch eine Zugabe um die Ecke:
Le Petit, 2021 (50€, 0,375ml).
Gekeltert aus der Rebe Petit Manseng. Die ertragsschwache, hartschalige Rebe kommt ursprünglich aus Uruguay und wird u.a. Im Jura für Süßweine verwendet. Die rosinenartigen Beeren werden nach dem
Pressen im Holz vergoren. Strahlendes Goldgelb. Fruchtbetonte Aromatik (Mango, getrockneten Aprikose) mit Honignoten. Insgesamt ein süß dominierter Wein, der aber zu keinem Zeitpunkt klebrig
wirkt, sondern leicht und frisch. 9,5.
Unser Fazit nach der dieser ausführlichen Probe: Manincor ist in jeder Hinsicht herausragend. Die Weine sind allesamt sehr bemerkenswert und die Beratung war freundlich, kompetent und unaufdringlich authentisch - ganz großes Kino !!
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