Kellerei Bozen - Bozen -  Sept 2025

Die Kellerei Bozen bietet ein riesiges Sortiment an Rebsorten und Qualitätsstufen. Da wir erst gegen 18 Uhr ankommen beschränken wir uns auf Chardonnay, St Magdalener, Lagrein und probieren insgesamt 7 Weine: 

Der einfache Chardonnay 2024 (11€) und der Lagen Chardonnay Kleinstein 2024 (15,5€) können spontan überzeugen. 
Ersterer ist bei 11€ ein einfacher, süffiger, Daily-Chardonnay. Mango, Melone dezent. Oder wie der Südtiroler sagen würde, ein perfekter Marende Wein. 9,0

 

Der Kleinstein ist dann eine Spur kräftiger, dichter und klarer strukturiert. Mango, Honigmelone, etwas Banane. Bei 15,5€ ist das für uns aber immer noch ein Klasse Marende Wein, der aber genauso gut als Solist oder zu einem gegrillten Kalbskotelett geht. 9,3.

Sodann folgen zwei St Magdalener. Wir sind skeptisch, weil uns diese Rebe bis dato noch nicht so ganz abholen konnte.

St Magdalener, Huck am Bach, 2024 (13€)
Der Huck a.B. ist ein Einzellagen Wein von 15-25 Jahre alten Reben, geschmacklich so wie wir einen St Magdalener bis jetzt kennengelernt haben. Leicht und süffig mit hellbeerigen und leicht herben Noten. 8,6.

St Magdalener, Moar, 2023 (17€)
Wieder ein Einzellagen Wein von 30-40 Jahre alten Reben mit einem Jahr mehr Reife und Ausbau im Holz. Wir haben einen signifikant anderen Wein im Glas. Sauerkirsche und Veilchen sind auch hier vorhanden. Der Moar ist darüber hinaus ein sehr würziger Rotwein, der zwar immer noch leicht wirkt, dabei aber ausdrucksstark und differenziert wirkt. Ein krasser Unterschied zum Huck a.B. und der erste St Magdalener der uns wirklich gefällt. 9,4.

Wir schließen die Probe mit 3 Lagreinern.

Perl, 2023 (16€)
Collection Baron Eyrl, 2023 (16€)
Grieser Prestige, 2022 (28,5€)

Der Lagrein aus der Lage Perl kann uns geschmacklich nicht abholen. 8,3.

Die beiden anderen Lagreins hingegen sind großartig. Im Gegensatz zum Perl, kommen Baron Earl und der Grieser Prestige ausdrucksstark und geschmeidig elegant bei uns an und sind das Gegenstück zum Perl. Baron Eyrl und der Grieser Prestige liegen geschmacklich sehr nah beieinander. Der Grieser Prestige ist einen Hauch druckvoller. Dunklen Beeren, Kakao, würzig und mineralisch. Samtige Tannine. Beide eine glatte 9,5.

Wir verlassen das Weingut mit ein paar Kisten Wein und sind gegen 19 Uhr wieder im Hotel.

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