GourmetWochenende Leipzig – Bach – Macis   Feb 2023

  Die fast 1000-jährige Geschichte der Stadt spiegelt sich an jeder Ecke wider.

Das gepflegte und schöne Stadtzentrum würden wir vielleicht nicht - wie auf der Seite des Tourismusverbands beschrieben - als Klein-Paris bezeichnen, aber hübsch ist es hier allemal.

 

 

 Leipzig kann man bequem in eineinhalb Tagen erkunden:

 

Klassik - Die alte Spinnerei - En Gros und en Detail - Macis

 

oder

 

J S Bach - Kultur - Wine Shopping - Kulinarischer Hochgenuss 

 

Verbindet man alle Sehenswürdigkeiten der Leipziger Innenstadt so bewegt man sich ca 2km entlang einer Route durch die Innenstadt. Neben dem hübschen Stadtbild, wird die Innenstadt durch zahllose Galerien und Einkaufspassagen dominiert. Unser Stadtrundgang endet mit einem Ausflug ins Szeneviertel „Die Alte Spinnerei“.

Kultur trifft hier auf altes Fabrikgelände, sowie Leipzigs wandelndes Weinlexikon Dierk Steinert. Aus der ehemals größten Baumwollspinnerei Europas ist heute ein Szeneviertel erwachsen, welches Künstlerateliers, Galerien, Werkstätten, Designer, Modemacher, Künstlerbedarf, sowie Theater auf dem alten Gelände vereint. Wir müssen einen Moment suchen, bis wir den von außen doch recht dezenten Weinshop „En gros und en Detail“ entdecken.

 

Wir kommen mit dem Inhaber ins Gespräch und landen thematisch beim Naturwein. Man merkt uns an, dass wir damit bis dato keine guten Erfahrungen gemacht haben und so gerät Dierkt Steinert ins Philosophieren, was mit dem Kauf einer Flasche Naturwein Lou Piaf 2021 der Domaine Capmartin aus der Gascogne endet 🫣 (9€).

Wir sind gespannt. Aber nicht nur in Bezug auf Naturwein, auch zu allen anderen Pullen kann er lang und breit ausholen. Worin endet das?

Natürlich lasse ich mich auch hier zum Weinkauf hinreißen...langsam artet das Gourmet Wochenende (s. Teil 1 in Bamberg) zu einer Shopping Tour aus 🤣.

 

Am Abend kehren wir bei Macis ein. Mehr als ein Restaurant. Das Macis belegt gleich einen halben Häuserblock mit BioMarkt, BioBäckerei und einem Art Deco BioRestaurant.

 

Wir gehen auf Empfehlung des Feinschmeckers dort hin und unsere Erwartungen werden weit übertroffen. In tollem Ambiente genießen wir das 5-Gang Menü. Durchdachte raffinierte Küche. Alles ein bisschen anders und überraschend. Nicht nur das geschickt in Szene gesetzte knackige Gemüse, auch Aromenvielfalt und die Texturen insgesamt haben uns bei jedem Gang ins Schwelgen gebracht.

 

Das 5-Gang-Menü ist neu zusammengestellt und scheinbar verkosten wir als erste. Unsere Bedienung muss ständig spingsen kommen ... und am Ende wird noch fleißig diskutiert was denn nun am leckersten war 🤣. Lecker war auch der Wein:

 

 

 

Quinta de la Quietud, Reserva, 2016 (Toro)(EK 22€).

 

Im Unterschied zu vielen bekannten Powerweinen aus dem Toro, ist dieses Exemplar erstaunlich filigran. Kirsche, Heidelbeere und Cassis. Angenehme Mischung aus Kraft und samtigem Ausdruck machen den Wein zum Gaumenschmeichler und perfekten Begleiter zu unserem Menü. 9,6.

 

 

 

Toller Abend in wohliger Atmosphäre und einem sau leckerem Menü, begleitet durch ein unglaublich freundliches Team.

 

Glücklich und zufrieden geht’s zurück ins Fregehaus, einem der ältesten Gebäude Leipzigs. Das 1535 erbaute und 1707 komplett im barocken Stil umgebaute Haus beherbergt heute dieses wunderschöne Stadthotel.

 

 

 

 

Sonntagabend – wieder @Home – lassen wir das Wochenende mit einem Glas Mano Negra und einem Fleischkäse Brötchen 🤣 ausklingen. Schön wars!

 

Philipp Kuhn, Mano Negra, 2019 (Pfalz)(EK 17€).

 

Die Cuvee aus 70 % Cabernet Sauvignon und 30% Blaufränkisch überzeugt durch cremige Samtigkeit und Ausdruckskraft. Geschmacklich erinnert er eher an südeuropäische Rotweine. Cassis und Pflaume gepaart mit würzigen Kräuternoten. 9,6.