Penfolds 707 - der nächste Durchgang - Jan 2020

Kaum sprachen wir über viele spannende Weinmomente in 2020, schon ist der nächste da!

 

Ziemlich genau vor einem Jahr konnten wir den 707 aus dem Jahr 2014 verkosten. Wir haben ihn damals mit 9,8 ziemlich hoch bewertet. Jetzt hatte ich die Gelegenheit seine Geschwister aus dem Jahr 2012 und 2016 zu verkosten.....

 

707, die Cabernet Sauvignon Cuvee aus den 5 Regionen Coonawarra, Padthaway, Barossa Valley, Wrattonbully und Adelaide Hills welch ein Genussmoment 🤗.

 

Bin 707, 2012


Wie schon der 2014er benötigt auch der 2012er einige Zeit in der Karaffe um seine volle Ausdruckskraft zu entwickeln. Auch wenn die Neugierde schier unerträglich ist, wartet man am besten auch hier 3h nach dem Karaffieren mit dem ersten Schluck. Dann ist der Wein lang und intensiv. Zu Beginn dominieren Beerenaromen, die mit der Zeit übergehen in Beerenkompott. Die Waldbeernoten sind fest verwoben mit deftiger Schokolade und Kakao. Der Wein ist geschmeidig und herzhaft, leicht und doch intensiv, kompakt aber doch lang. Die Tannine sind perfekt aufgelöst und geben Struktur und Stabilität. Die Mineralität ist dezent, aber doch deutlich spürbar und verleiht dem Wein Frische und Lebendigkeit. Ein krasses Zeug. Der Wein gehört in die Kategorie lieber im Mund lassen, statt runterschlucken 
😊👍.

 

Im Vgl zum 2016er wird der 2012er durch mehr Würze und herzhafte Noten dominiert und ist somit der maskulinere Wein von beiden. Aus der Erinnerung heraus wäre ich fast geneigt den 2012er etwas höher zu bewerten als den vor einem Jahr genossenen 2014er. Ich sag mal so, es ist eine 9,8 mit starkem Zug zur 9,9.

Wir haben uns noch einen letzten Schluck aufgehoben um den jetzt folgenden 2016er auch wirklich fair vergleichen zu können.

 

Bin 707, 2016.
Auch die 4 Jahre jüngere Schwester benötigt locker 2h um ihre volle Pracht zu entfalten. Im Vergleich zu 2012 wirkt dieses Exemplar jedoch deutlich rauer und ungeschliffener. Der Wein ist super fruchtig. Von dem Beerencocktail dominieren insbesondere die schwarze Johannisbeere. Dazu etwas, leider noch zurückhaltende Noisette. Die Schokolade ist ggü dem 2012er deutlich reduzierter. Insgesamt wirkt der Wein weniger differenziert als der 2012er. Auch dieser Wein legt über den Abend an Ausdruckskraft zu .... deutlich. Er bleibt aber bis zum Ende etwas weniger differenziert als der 2012er. Insg. ist er der deutlich femininere Wein. 
9,6.